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28 Mai 2018

„The Best Of“-Workshop – Pakete richtig verpackt

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Referenten aus dem Bereich der Rechtsprechung, Gerichts-Sachverständige und Industrievertreter und Ladungssicherungs-Hersteller haben sich am 19.04.2018 im Hotel Maritim Köln zusammengefunden. Veranstaltet wurde der THE BEST OF©-Workshop, durch die im Bereich der Beratung, Zertifizierung und Training weltweit aktive EUROSAFE GmbH.

Dynamisch und Impulsive

Die Videos von Martin Keller, Sachverständiger beim TÜV-Nord in Hannover zeigten Ladungen in Grenzsituationen – auch aus dem Innenraum während der Fahrdynamischen Untersuchungen. . Dabei ist es wichtig, dass nach der hohen Belastung auf den Fahrzeugaufbau, keine dauerhafte Überschreitung der Fahrzeugbreite von mehr als 2,55 m entsteht.

Das auch die optimierten und gemäß EN 12642 Code XL-Zertifizierten Fahrzeugaufbauten eben nicht mehr automatisch den Beschleunigungskräften standhalten wurde durch alle anwesenden Sachverständigen von TÜV-Nord, TÜV-Süd und EUROSAFE deutlich hervorgehoben.

Nur unter den im Zertifikat aufgeführten Bedingungen was Ladungsausprägung, Beladezustand usw. betrifft ist eine Verladung durch reinen Formschluss möglich. Die Auffassung, dass bei einem nach EN 12642 Code XL zertifizierten Fahrzeugaufbau mit seitlicher Schiebewand (Gardinentrailer) grundsätzlich nicht gegurtet werden muss, ist nicht zutreffend.

Große Fahrzeuge – kleine Pakete

Das da trotzdem „was geht“ wurde an einem Beispiel von paketierten Ladungen in einer standardisierten Stapelung im Gardinentrailer durch den Sachverständigen Thorsten Ludwig aufgezeigt. Durch die Zuhilfenahme von verschiedenen konstruktionsunterstützenden Elementen lassen sich auch kleiner Pakete sicher transportieren. Aber auch hier spielen der Fahrzeugaufbau und die Verpackung eine „tragende“ Rolle. Auch der Sachverständige Thorsten Ludwig hob nochmals hervor, dass die formschlüssige Verladung bei zertifizierten Fahrzeugaufbauten immer einer Einzelfallprüfung zu unterziehen ist.

Herr Thorsten Ludwig zeigte in verschiedenen Videos die Prüfmöglichkeiten im Bereich der fahrdynamischen Untersuchungen auf dem TÜV-Süd Auto Partner Prüfgelände in der Nähe von Coesfeld auf. Herr Ludwig: Hier habe ich die Post und weitere Details vorsichtshalber nicht benannt. Wenn gewünscht bitte einfügen!

Fahrzeugaufbauten – werden weicher

Die Fahrzeugaufbauten sind auch „weicher“ geworden, so der ö.b.u.v. Sachverständige Carl Franz. Die seit März 2017 überarbeitete und veröffentlichte EN 12642:2017 enthält einige Erweiterungen in der Dokumentation aber auch eine Reihe von Verwässerungen. Für den Anwender ist es wichtig, klare Vorgaben in Normen zu erhalten. Die Beschreibungen „könnte“ und „sollte“ erfolgen deutlich häufiger als bisher. Daher sind die Entwicklungen aus Sicht des Spezialisten für die Fahrzeugkonstruktion eher mit weicheren Aspekten versehen als mit konkretisierenden Anforderungen.

Auch die Anwendung von Nachrüst-Bausätzen ist nicht für alle Fahrzeugaufbauten automatisch anwendbar, da für die Fahrzeuge auch unterschiedliche Rungen und Dach-Konstruktionen zu beachten sind, die in Ihrer Stabilität unterschiedlich ausfallen, wurde durch den Sachverständige und amtlich anerkannten Prüfer Markus Otremba (TÜV-Süd) nochmals ergänzend hinzugefügt.

Weichverpackungen – wird schon fester!

Die Ladungssicherung von Schüttgütern in flexiblen Verpackungen ist nun in Ihrer Endphase angelangt. Wolfgang Neumann; Obmann von VDI 2700 Blatt 18 zeigte einige Auszüge aus Fahrversuchen mit „Weichen Ladungen“. Zu erwarten ist, dass eine Reihe von Sicherungsverfahren anwendbar seien. Eine Standardisierung ist jedoch durch die unterschiedlichen Parameter von Produkteigenschaften, Verpackung und aber auch aus den Anforderungen für die Lastverteilung nur eingeschränkt möglich.

Jedoch zeigen sich eine Reihe von Erkenntnissen durch das Forschungsprojekt der TU Darmstadt und EUROSAFE, die in die Richtlinie eingeflossen sind. Mit einer detaillierteren Vorstellung wird auf der IAA für Nutzfahrzeuge in Hannover gerechnet.

Möchten Sie mehr wissen?

Der Bundesrat hat wie soeben mitgeteilt, in seiner 967. Sitzung am 27.04.2018 der Verordnung gemäß Artikel 80 Absatz 2 des Grundgesetzes zugestimmt. Damit ist nun mit der Einführung, der im Anhang II aufgeführten Punkte (Kontrollpunkte für die technische Unterwegskontrolle) auszugehen. Die im Anhang III genannten Normen und Standards sind jedoch im Rahmen der Kontrollverordnung „nur“ anzuwendende Normen, die angewendet werden „können“ – nicht müssen! Details zur nationalen Umsetzung erfahren Sie auf unserer Weiterbildungsveranstaltung am 7. und 8. Juni 2018 in Hamburg bei dem „Hamburger Seminar für Führungskräfte“

Einfach per E-mail anmelden unter info@euro-safe.eu oder hier auf unserer Homepage.