+49- (0) 6181-3008-650

29 Aug 2014

Neue VDI 2700 Richtlinie Blatt 2

//
Kommentare0
/

VDI 2700 Richtlinie zur Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen

„Berechnung von Sicherungskräften“

(Teil 2 – „Sicherheits-Beiwert und Reibwert“)

1. Die wichtigsten Änderungen!

Die verkehrsüblichen Belastungen im Rahmen von Transporten sind seit vielen Jahren in nationalen und internationalen Vorschriften geregelt. Bezogen auf Brems- und Ausweichbelastungen gibt es hier länderübergreifend keine nennenswerten Unterschiede.

Nun wurde die im Jahr 2002 erschienene VDI-Richtlinie 2700 Blatt 2 durch den VDI überarbeitet und ist mit dem Ausgabedatum 07.2014 neu erschienen.

2. Bestimmung der Kippgefährdung durch einen Standsicherheits-Beiwert g mit einem Wert von 1,2

Während bisher die Kippgefährdung nur zur Seite betrachtet wurde, so erfolgt diese nun zusätzlich für die Zukunft auch entgegengesetzt zur Fahrtrichtung. Daraus ergibt sich aus den bisherigen 0,5 Querbeschleunigungswert x 1,2 ein seitlicher Beschleunigungswert von 0,6. Entgegengesetzt zur Fahrtrichtung – und das ist „neu“ – ist ebenfallsdie Kippgefährdung zu Prüfen und im Falle einer vorliegenden Kippgefährdung somit auch der Wert 0,6 zu berücksichtigen.

 

Bild eines Unfalls durch Missachtung der VDI 2700 Richtlinie

Quelle: MAWI

Wichtig: bei kippgefährdeter Ladung ergibt sich ein Beschleunigungswert zur Seite von 0,6. Dieser Wert muss auch bei Kipp-Gefährdung entgegengesetzt zur Fahrtrichtung eingesetzt werden.

Bisher führte der Wank-Faktor von 0,2 zu einer anzunehmenden Quer-beschleunigung von 0,5 + 0,2 = 0,7 – jedoch bisher nur zur Seite.

3. Reibwerte

Hierzu ergeben sich grundlegend keine wesentlichen Änderungen. So wurde der Wert „µD“ auf “µ“ umgeschrieben. Es werden jedoch auch weiterhin auf Grundlage VDI 2700 Blatt 14 die Gleitreibeiwerte verwendet.

 

Anpassung der EUROSAFE-Ausbildungen an die Neuerungen

EUROSAFE hat bereits alle neuen Änderungen in das bestehende Schulungsprogramm für:

  • Verlader
  • Zertifizierter Trainer & Berater
  • Ausbildung für Führungskräfte

aufgenommen. Details zu unseren Training-Programmen erhalten Sie in unserer Rubrik Seminare

 

4. Fahrdynamische Untersuchungen – Fahrversuche Ladungssicherung

Auch unverändert bleibt ein praktischer Fahrversuch nach EN 12642 Anhang B durch die Neuerung der VDI 2700 Blatt 2 und kann somit auch weiterhin als Nachweis einer ausreichenden Ladungssicherung durchgeführt werden.

Zu fahrdynamischen Versuchen und Reibwertprüfungen sowie die Erstellung von rechtskonformen Gutachten stehen wir Ihnen wie bisher kompetent zur Verfügung. Unsere Aktivitäten aus dem Bereich der fahrdynamischen Untersuchungen und Reibwertprüfungen insbesondere bei Big Bags und Sackware haben wir weiter ausgebaut. Hierzu kann der Anwender auf eine umfassende Datenbasis bei der EUROSAFE GmbH zurückgreifen.

 

Fragen?

Bei weiteren Fragen sind wir für Sie gerne unter info@euro-safe.eu oder Telefon 06181-3008650, erreichbar.