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23 Aug 2017

STANDARD GOST 26653-2015

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Translation from magazine of Belarusian Association of International Forwarders www.baif.by

Neue Anforderungen an die Vorbereitung der Ladung für den Transport

Capt. Anatoly Shmelev

Stellvertretender Direktor – Leitender Expert LLC “Russurvey”

anatoly@kapitanshmelev.ru

Seit dem 1. Juli wurde der neue zwischenstaatliche Standard GOST (Staatlicher Standard) 26653-2015 „Vorbereitung der Stückgüter für den Transport. Allgemeine Anforderungen“ in Kraft gesetzt, die vom Internationalen Rat für Standardisierung, Metrologie und Zertifizierung angenommen wurde (Protokoll vom 29.09.2015 №80-П). Dafür haben Armenien, Weißrussland, Kasachstan, Kirgisien, Russland und Tadschikistan ihre Stimmen abgegeben. In Russland wurde er seit dem März des laufenden Jahres rechtskräftig.

 

 

In den Lieferungsverträgen ist oft der Punkt mit dem folgenden Inhalt zu sehen: „Die Verpackung der Ladung muss den Vollschutz von Beschädigungen jeder Art und der Korrosion leisten, unter Beachtung des langen Transports und Lagerung im Kraftfahrzeugverkehr. Bezug hier wurde auf den Standard GOST 26653-90 „Vorbereitung der Stückgüter für den Transport. Allgemeine Anforderungen“ genommen. Dieses Dokument, das in fernem 1990 in Kraft gesetzt worden war, erklärte zum Teil, was die Vorbereitung der Ladung für den Transport leisten muss, aber die Tatsache des langen Zurückliegens gab die Möglichkeit mit vielen ihren Punkten zu spekulieren. Der riesengroße Nachteil war das Fehlen der Information über die auf die Ladung während des Transports wirkenden Kräfte.

So unter dem Dach des Marineinstituts für Forschung, Projektierung und Entwicklung (Russland) wurde der neue Standard entwickelt, der allgemeine Anforderungen an die Vorbereitung der Stückgüter für den Transport im direkten und gemischten Verkehr, Kraft-, Eisenbahn-, See-, Fluß- und Flugverkehr bestimmt.

Im Standard sind Anwendungsbereich, normative Hinweise, Fachbegriffe und Bestimmungen, Anforderungen an die Ladung und Packmittel usw dargestellt. Es gibt auch drei Verordnungen: A (verbindliche) – normative dynamisch Belastung, die auf dem jeweiligen Verkehrsmittel zu beachten sind. B (empfehlenswerte) – Information über die Ladung (empfehlenswerte Form), C (zur Info) – technische Merkmale der Materialen mit dem erhöhten Reibungswert.

Wollen wir einen kleinen Exkurs zu dem neuen Standard machen, ergänzt durch einige Kommentare im Vergleich zu der vorherigen Version.

In der Version 1990 hat man behauptet, dass die Anforderungen bei dem Abschluss der Lieferverträge für Export und Import in Betracht gezogen werden sollten. Der Standard 2015 gehört absolut zu dem ganzen Verkehr – sowie dem zwischenstaatlichen, als auch Innenverkehr, ohne Unterschied zu machen.

 

Ein wichtiger Punkt des neuen GOSTs ist die Aufnahme der Abteilung „Begriffe und Bestimmungen“, was das Vermeiden der Differenzen bei der Interpretation ermöglicht.

Wollen wir auf einige Begriffe achten:

Stückgüter (General Cargo): „Verschiedene Stückgüter: Metallprodukte, mobile Technik (selbstfahrende und Anhängermaschinen mit dem Räder oder Raupenlaufwerk, Großraum und Schwerlastgüter, Stahlbetonfertigteile und Konstruktionen, und andere Baugüter, verpackte Stückgüter, auch Gefahrgüter in den Packmitteln, Güter in den Umverpackungen, auch in den Weichcontainern, Holzladung, Beförderungseinheiten, darunter auch Frachtcontainer“.

3.2 Güterbeförderung: „Transport der Ladung mit dem unbedingten Abschluss des Liefervertrags und Beachten aller Regel, die für jene Verkehrsmittel vorgeschrieben sind, mit dem die Beförderung realisiert wird. „

Wenn es früher Varianten für die Bestimmung der Begriffe Beförderung und Transport gab, die sich durch das Vorliegen des Liefervertrags unterschieden, so weist jetzt man darauf hin, dass die Beförderung als Transport auftritt und so in den Anwendungsbereich des Standards fällt.

Einige Begriffe sind mit der Übersetzung auf Englisch angeführt, was das richtige Verstehen erleichtert.

3.6 Verpackung (packaging): „Mittel oder Gesamtheit der Mittel, die den Schutz der Packmittel mit den Gütern im Laufe der Handhabung gewährleisten. Unter Handhabungsprozess versteht man Transport, Lagerung und Absatz der Produkte“.

3.7 Transportverpackung (transport packging): „Mittel, das zum Schutz des Packmittels mit den Produkten während ihrer Lagerung und Transport dienen und eine selbstständige Ladeeinheit bilden“.

3.8 Ladeeinheit (cargo unit): „Ladung, die für den Be-, Entladungsvorgang und Transport und Lagerungsvorgängen vorbereitet ist“.

3.9 Umverpackung (overpack): „vergrößerte Ladeeinheit, die aus einigen Ladeeinheiten mit Hilfe der Verpackungsmittel gebildet ist, die für den Be-, Entladungsvrogang und Transport- und Lagerungsvorgänge vorbereitet ist“.

3.10 Beförderungseinheit CTU [cargo transport unit (CTU)]: „Ein Frachtcontainer, Fahrzeug, Eisenbahnwagen, Wechselbehälter oder eine sonstige Beförderungseinheit ähnlicher Art, insbesondere, wenn sie im intermodalen Verkehr eingesetzt wird“.

3.14 Beladung (packing): „Platzieren, Einfüllen und Sicherung der Ladung in CTU“.

3.15 Entladung (unpacking): „Befreien des CTU von der Ladung und Sicherungsmitteln“.

3.16 Verpacker (packer): „Die Partei, die die Ladung in oder auf die CTU verlädt, platziert oder einfüllt. Der Verpacker kann entweder durch den Absender, den Versender, den Spediteur oder den Beförderer beauftragt werden. Wenn der Absender oder der Versender eine CTU auf seinem eigenen Gelände packt, ist er gleichzeitig auch der Verpacker“.

Jeder Begriff und seine Übersetzung sind aus anderen normativen Dokumenten genommen, Bezug auf welche hier auch angeführt wird. Es ist eine sehr interessante Tatsache, dass man den Unterschied zwischen den Wörtern packing (Beladung) und packaging (Verpackung) macht, obwohl in der russischen Version der Internationalen Vereinbarung über Beförderungsverträge auf Straßen der Begriff „packing“ als „Verpackung“ übersetzt wird.

In GOST 26653-2015 ist auch Artikel „Allgemeine Bestimmungen“ etwas geändert und ergänzt.

4.1 Die Ladung muss für den Transport gemäß dem laufenden Standard und unter Berücksichtigung der Standards, technischer Bedingungen und Arbeitsunterlagen für Produkte, Güterbeförderungsvorschriften, die für das bestimmte Verkehrsmittel gelten und Abkommen über den internationalen Eisenbahngüterverkehr vorbereitet werden.

4.2 Vorbereitung der Ladung für den Transport muss folgendes gewährleisten:

  • Sicherheit der Ladung und des Verkehrsmittels im Laufe der ganzen Beförderung, Umweltverträglichkeit, Erfüllung der Anforderungen bezüglich des Platzierens und Sicherung der Ladung, die für das bestimmte Verkehrsmittel gelten;
  • Maximale Nutzung der Lastfähigkeit und Ladekapazität der Verkehrsmittel und der Umlademaschinen bei der unbedingten Sicherung der Ladung und seiner Sicherheit beim Transport;
  • Notwendige Festigkeit der Verpackung der Ladung bei der Verstauung und Be- , Entladungsvorgängen, sowie bei dem Einfluss der dynamischen Belastung , die gemäß dem Anhang A auf bestimmten Verkehrsmitteln zu beachten ist;
  • Geeignete Sicherung der Ladung in der Ladeeinheit gemäß den Standards, technischen Bedingungen und Arbeitsunterlagen für die Güter;
  • Freundlichkeit beim Durchführen der Verladungsvorgängen, Platzierung und Sicherung auf den Verkehrsmitteln und Lagern.

4.3 Bei der Vorbereitung der Ladung für den Transport muss Folgendes berücksichtigt werden:

  • Transportleistungen und Eigenschaften der Ladung, geografisches Gebiet, Lieferfrist und Jahreszeit;
  • Die Einwirkungszeit der hydrometeorologischen Faktoren , auch in lokalklimatischen Gebieten;
  • Kapazität und Größe der offenen und geschlossenen Ladungsräume, Ladeflächen der Verkehrsmittel: Wasserfahrzeuge, Eisenbahnwagen, Fahrzeugaufbau, Luftfahrzeuge;
  • Notwendigkeit der Sicherung der kippgefährdeten Güter unter Berücksichtigung des Einsatzes der Materialien mit dem erhöhten Reibungswert, die im Anhang B angeführt sind;
  • Notwendigkeit der Sicherung in den Laderäumen der Transportmittel bestimmter Temperatur-, Feuchtigkeit- und Lüftungsverhaltens;
  • Verwendungsmöglichkeit der Hilfsmittel für den Umschlag;
  • Gefahr der Beschädigung der Ladung und des Transportmittels, Verletzung der Menschen bei dem Umschlag im Falle des Vorhandens einer ungenügenden oder unzuverlässigen Information über die Transportleistungen und Eigenschaften der Ladung und gefahrloses Verfahren seines Umschlags, Verstauung und Sicherung auf dem Verkehrsmittel;
  • Notwendigkeit der Vorinformierung der Transportgesellschaften über die Art der zu transportierenden Ladung oder über seine Änderung zwecks der Bestimmung oder Konkretisierung der Art des Transports und Behandlung in den Umschlagpunkten. Form solcher Information bei dem Seeverkehr ist im Anhang B angeführt und ist bei dem Verkehr mit den anderen Verkehrsmitteln empfehlenswert;
  • Möglichkeit der Vergrößerung der Ladeeinheiten.

4.6 Transportpackmittel und Verpackung müssen Sicherheit und Schutz bei der Verladung mit Hilfe der Lastaufnahmemittel gewährleisten.

 

Da ist die Verantwortung des Versenders etwas erweitert. GOST 26653-90: «1.11 Der Versender trägt Verantwortung für die Folgen, die wegen der mangelhaften Packmittel und Innenverpackung (Deformierung, Brechen, Undichtheit) verursacht sind, sowie für die Anwendung der Packmittel und Verpackung, die den Ladungsleistungen, seinem Gewicht oder festgelegtem Standard, technischen Bedingungen und Arbeitsunterlagen für die Güter von bestimmter Art nicht entsprechen. GOST 26653-2015: „4.11 Der Versender trägt Verantwortung für die Folgen, die wegen des Vorliegens der unzuverlässigen Informationen über die Ladung und seine Eigenschaften, wegen der mangelhaften Markierung, Verpackung und Innenverpackung (Deformierung, Brechen, Undichtheit) hervorgerufen sind, sowie die bei der Anwendung der Packung und Verpackung, die den Ladungsleistungen nicht entsprechen, seinem Gewicht und angenommenen Standards, technischen Bedingungen und Arbeitsunterlagen für die Güter von bestimmter Art, wobei solche Umstände eingetreten sind, die die Sicherheit des Transports und der Ladung beeinträchtigt haben“.

Im Kapitel 5 des neuen Standards sind die Anforderungen an die Ladung mit dem Schwerpunkt auf folgende Gruppen des Generalkargos angeführt: Metallprodukte, mobile (Kraftfahrzeug) Technik, Großraum und Schwerlastgüter, Stahlbetonfertigteile und Konstruktionen, verpackte Stückgüter, Güter in den Umverpackungen, Güter in den universellen mittelschweren und Großcontainer, Gefahrgüter in der Verpackung.

Die Anforderungen an jede Gruppe sind ziemlich interessant. So erschien, zum Beispiel, eine Verordnung zum Projekt des Großraum- und Schwerlasttransports.

5.3.9 Projekt des Großraum- und Schwerlasttransports kann im Allgemeinen die Auswahl des Verkehrsmittels, des Layouts und Berechnungen für die Verstauung und Sicherung der Ladung, Berechnungen der Stabilität und Beständigkeit der Verkehrsmittel, Berechnungen und Dokumentation für ihre Nachrüstung, Art der Beladung, Maßnahmen für die Vorbereitung der Stellen für Be- und Entladung umfassen.

5.3.10 Die Ladung wird für Transport übernommen nachdem die Beförderung und Sicherung mit dem Frachtführer abgesprochen ist. Bei Bedarf wird das Projekt der Transportierung mit dem Versender, Empfänger, Ladeterminalen und anderen Transport- und Montagegesellschaften vereinbart, die an der Zustellung und Montage der Ladung bei dem Empfänger beteiligt sind.

Kapitel 6 bestimmt die Anforderungen an die Transportpackmittel. Hier sind wir folgende Punkte auszusondern.

6.2.2 Sicherung des Packmittels mit der Ladung in der Transportverpackung auf der Horizontalkomponente muss die Belastung Fr in Newton (N)aushalten, die nach der Formel Fr = 0,8 х Q х g gerechnet wird, wo 0,8 horizontaler Dynamikfaktor ist, Q – Nettogewicht, g – Erdbeschleunigung (9,81 m/s2)

6.2.3 Verbindungselemente der Ladung in der Umverpackung müssen die Sicherheit der Umverpackung bei der Wirkung der maximalen Belastung gewährleisten, die im Verkehr bei eingesetzten Transportarten auftreten, gemäß Anhang A.

6.3 Güter im Packmittel mit dem Bruttogewicht mehr als 1 t, Werkzeugmaschinen, Baueinheiten und Bauteile, die ohne Verpackung oder mit dem teilhaften Schutz transportiert werden, müssen für die Bequemlichkeit des Be-, Entladungsvorgangs und für die Möglichkeit der Sicherung auf dem Verkehrsmittel Hilfsmittel haben ( Ringschraube, Spannhaken, Augbolzen, Montageöse, Seilgehänge) oder Stellen für das Stroppen oder für die Führung von flexiblen Befestigungseinrichtungen und Führung der Gabel der Auflademaschine. Diese Stellen und Mittel müssen markiert und in den Begleitunterlagen vereinbart sein (Bild1)

Der wichtigste Zusatz zum GOST ist die Aufnahme des Anhangs A(verbindliche) „Normative dynamische Belastung, die auf bestimmten Verkehrsmittel zu beachten sind“, der die Punkte des CTU Codes IMO/ILO/UNECE wiederholen.

Zu Beschleunigungswerten (a), die beim Transport zu beachten sind, gehören Erdbeschleunigung und Beschleunigungen, die bei typischen Transportbedingungen auftreten, zum Beispiel, bei der Notbremsung oder bei einem schnellen Wechsel des Fahrwegs, oder bei einer starken Dünung.

Diese Beschleunigungen sind das Produkt der Erdbeschleunigung (g) zu Dynamikfaktor beim Transport.

Die Packmittel müssen diesen Bedingungen auch entsprechen.

Man möchte darauf aufmerksam machen, dass das Notbremsen zu den normalen Transportbedingungen gehört und beim Verpacken und bei der Sicherung in Betracht gezogen werden muss.

Die Anforderungen des zwischenstaatlichen Standards GOST 26653-2015 muss berücksichtigt werden:

  • Bei der Entwicklung der Standards, Normenvorschriften und der Arbeitsunterlagen für die Ware, die zum Transport vorbereitet werden, bei der Verpackung, Markierung, dem Transport und der Lagerung.
  • Bei der Planung und Organisation des Warenversands, bei dem Abschluss des Lieferungsvertrags.
  • Bei der staatlichen Kontrolle der Pflichterfüllung des Versenders bei der Vorbereitung des Stückguts zum Transport, auch Informieren des Frachtführers über die gefährlichen Eigenschaften der Ladung, die das Ergreifen der besonderen Schutzmaßnahmen anfordern.

Der Frachtführer ist berechtigt damit zu rechnen, dass die zu transportierende Ladung sachgemäß vorbereitet wird, so dass eine unversehrte Lieferung geleistet wird. Aber nicht selten begreift der Versender, was unterwegs passieren kann und nur der Frachtführer, der genau den Prozess der Lieferung kennt, kann auf die notwendigen Verstauungs- und Sicherungsmaßnahmen hinweisen.

Dynamikfaktor für Kraftfahrzeuge

 

 

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