+49- (0) 6181-3008-650

2 Nov 2017

Ladungssicherung – Wissenschaftliche Veröffentlichung der TU Darmstadt

TU Darmstadt: Erst-Veröffentlichung von Forschungen !

Beim 5. Internationalen Eumos Symposium im September 2017 ergriff auch Dr. Kamil Klonecki das Wort und stellte seine bisher unveröffentlichte Forschung zur Ladungssicherung vor. Als Prüfspezialist der TU Darmstadt sprach er vor dem Fachpublikum, das sich in der Wirtschaftskammer Österreichs in Wien zur Debatte rund um das Thema Ladungssicherung traf. Diese Arbeit entstand in Kooperation mit EUROSAFE in Hanau.

Was ist eine „kleine Ladungslücke“?

Der wirtschaftliche Druck ist groß, natürlich soll Ware unbeschädigt transportiert werden und Logistik ist dabei ein Geschäft, das gerade bei der Ladungssicherung vieles berücksichtigen muss. Produkt, Verpackung, Fahrzeug, Fahrzeuglenker, Sicherung: all diese Faktoren ergeben zusammen ein Logistiksystem das sicher sein soll. Doch Dr. Klonecki kritisiert stark die statischen Berechnungsformeln und die unternommenen praktischen Prüfungen. Er versuchte deswegen Faktoren des Wetters und der Lastverteilung genauer zu untersuchen um eine reproduzierbare Ladungssicherungs-Methode zu finden. Was ist eine kleine Ladungslücke und wann wird eine Ladung unsicher? Eine Aufstellung aller relevanten Belastungen scheint in der Forschung zu fehlen, so ist viel Interpretationsspiel beim Thema Ladungssicherheit möglich.

Forschung mit besseren Messergebnissen, aber wie?

Wie beeinflusst eine mangelhafte Ladungssicherung Lenk- und Bremseigenschaften? Klar wird bei Dr. Kloneckis Vortrag, das ein Impulsaustausch immer durch die Dynamik des Materials stattfindet, dabei muss zwischen horizontaler und vertikaler Transportbelastung unterschieden werden. Um seine Forschungen mit besseren Messergebnissen zu sichern erfand der pfiffige Prüfspezialist ein eigenes hydraulisches Untersuchungswerkzeug, das er in Kürze dem Publikum ebenso vorstellt.

Nur Wissen kann nachhaltig zum Erfolg führen!

Sein Fazit ist neben Berechnungen und Formeln, die sich einigen Faktoren genauer nähern: „Wir sollten nicht über Zertifikate von Ladungssicherung nachdenken, sondern versuchen mehr über das Verhalten der Ladung zu lernen! Nur Wissen kann nachhaltig in der Zukunft zum Erfolg führen“, überzeugt Dr. Klonecki. Dabei hat sein neu-erfundenes Spezialwerkzeug „Hulk“ und sein damit ausgeklügeltes Messsystem nachgewiesen, dass es reproduzierbar Messergebnisse liefert, die auch die vertikalen Beschleunigungen berücksichtigt. Die von den Richtlinien begrenzte Größe von 8 cm einer Ladungslücke kritisiert er: für eine wirklich stabile Ladung, die die Kippwahrscheinlichkeit minimiert ist dieser Wert zu hoch!

Lesen Sie mehr unter

http://tuprints.ulb.tu-darmstadt.de/6846/