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29 Sep 2017

5. Internationales EUMOS SYMPOSIUM

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5. Internationales EUMOS SYMPOSIUM

Ladungssicherung – Transportverpackung – Sichere Logistik
14. und 15. September 2017, Wirtschaftskammer Österreich in Wien

Über 160 Gäste und 17 Länder sowie unzählige, internationale Großunternehmen  involvieren sich alle 2 Jahre, um sich während des EUMOS-Symposiums über aktuelle Forschung & Entwicklung im Bereich der Ladungssicherung zu informieren und auszutauschen.

Es werden Vorträge von internationalen Experten gehalten, die als Juristen, Wissenschaftler oder Unternehmen mit dem Thema jeden Tag konfrontiert sind.

Der EUMOS- Award 2017 fand dabei auch in diesem Jahr 4 würdige Preisträger, die im Bristol-Hotel in Wien stilecht gekürt wurden.

5. Internationales EUMOS Symposium
Im September 2017 trafen sich zum 5. Mal die Top-Experten aus der ganzen Welt in Wien um über die aktuellen Forschungsergebnisse, Problematiken und Ideen zum Thema Ladungssicherung und Transportverpackung zu debattieren. Gastgeber in diesem Jahr war die Wirtschaftskammer Österreich.

Wer ist eigentlich EUMOS?
EUMOS (European Safe Logistics Association) ist eine non-profit Organisation welche seit Jahren eine praxisorientierte Instanz, um die Transparenz der Sicherheitsstandards in der Verkehrspolitik Europas zu verbessern, bildet. Die Organisation zählt inzwischen über 16 vertretende Länder. Jedes Jahr schließen sich zahlreiche weitere Mitglieder an. Gerade der Osten Europas wird in Zukunft noch stärker vertreten sein.

Vertrauen in die Ladungssicherung durch Apps
Ladungssicherung, das ist ein Thema das alle etwas angehen muss, um eine langfristige Verbesserung zu erzielen, was der Slogan „Europa move it safe“ der EUMOS bekräftigt, so Wolfgang Neumann, Gründer und Präsident von EUMOS. Dabei werden die Werte „Sicherheit“ und „Transparenz“ großgeschrieben, um festzulegende Normen und Standards praxisorientiert umsetzbar zu machen, die durch Entwicklung von allgemein verständlichen Vorgaben dargestellt werden müssen. Gleichzeitig gilt es prozessoptimierte Verfahren voran zu treiben, die durch Test-Reihen Berechnungen und Statistiken, Ergebnisse und Informationen verifiziert werden. Neben allen Formeln, dem Einsatz von High Tech und den Möglichkeiten der Digitalisierung ist jedoch klar, das nur durch Vertrauen eine Übertragung auf diejenigen, die am Ende die Anwendung gewährleisten oder vor Ort Entscheidungen treffen müssen über Zulänglichkeit oder Unzulänglichkeit der Sicherung von Ladungseinheiten, gewährleistet werden kann! Dafür sollen Apps den Fahrern und Verladern in der Zukunft helfen und zur Verfügung gestellt werden, um Normwerte schnell überprüfen zu können, oder aber auch durch kurzes Abfotografieren des Laderaums die Meinung des Vorgesetzten einholen zu können.

Wen betrifft eigentlich das Thema?
Wolfgang Neumann, Präsident der EUMOS, Dr. Stefan Ebner, Vizepräsident der Eumos und Generalsekretär Arnaud Dupasquier moderierten abwechselnd das zweitägige Symposium. Neben spannenden Vorträgen gab es auch viel Raum für Diskussionen und Fragen. Das gemeinsame Netzwerken in den Pausen kam nicht zu kurz, einige der eingeladenen Firmen stellten dabei auch neuartige Produkte aus und standen für Nachfragen zur Verfügung. Neben Experten von Universitäten und technischen Instituten, waren ebenso Vertreter der Polizei, Hersteller, Logistikunternehmen und LKW-Fahrer eingeladen mit zu diskutieren, sodass eine umfassende Perspektive auf das zu Grunde liegende Thema möglich wurde.

Präventionen um Verkehrsopfer in ganz Europa zu minimieren
Neben Diskussionen, die im technischen Bereich auf hohem Niveau geführt wurden, kam es auch zu emotionalen Diskussionen, denn der Antriebs-Motor zu Verständigung für alle Beteiligten war die Sicherheit auf den Transportwegen Europas wettbewerbsfähig und nachhaltig zu verbessern. Die hohe Zahl der Verkehrsopfer, die in ganz Europa in erschütternder Zahl täglich zu vermerken sind, muss durch klare, europaweit gleich geltende Gesetzte und Richtlinien, sowie Schulung der mit der Praxis konfrontierten Personen präventiv begegnet werden. Dabei ist auch der Blick in die nahende Zukunft einer vollends digitalisierten Wirtschaft nötig, die autonom-fahrende Fahrzeuge und multimediale Transportwege diskutiert.

Einheitlichkeit in Europa soll die Wirtschaft unterstützen
Dezidiert wurden die schwammigen Gesetztestexte und Richtlinien im Bereich Ladungssicherung betrachtet. Die Experten bezogen sich dabei vor allem auf die EN Normen (EN12195- 1: 2010, EN 12642-03:2017, EN 12642 XL u.a.). Die Verwirrung durch weitere Richtlinien und Empfehlungen, wie die VDI-Richtlinien oder der CTU Code 2014 wurden deutlich gemacht. Dabei ist der von EUMOS erstellte Kodex (EUMOS 40509:2012) eine hilfreiche Ergänzung im Dschungel der Richtlinien. Klar wurde, dass die Gesetztestexte in ihren Formulierungen zu unpräzise sind in ihrer defizitären Übersetzungen teilweise Unklar. Hier fehlt sie wieder die Transparenz, die es zu erzeugen gilt. Um internationale Transportwege zu vereinfachen arbeitet man an einer einheitlichen Gesetzeslage, die für ganz Europa gelten soll und perspektivisch sogar darüber hinaus. Nur so kann die Wirtschaftlichkeit in ihrer Effizienz gesteigert und die Transportwege eloquent gesichert werden.

Theorie und Praxis: Lebensalltag an der Front!
Es gab viele spannende Beiträge, die vor allem durch diverse praktische Beispiele lösungsorientiert Probleme vorstellten. Dabei wurden verschiedene Perspektiven auf das Thema laut. Die Bundespolizei und Polizei schilderte ihre Sicht als Kontrolleure von Ladungseinheiten und ihre oftmals bestürzenden Fallbeispiele ließ die Zuhörer teils ungläubig lachen, teils betroffen verstummen. Aber auch viele Firmen, die von ihren persönlichen Erfahrungen berichteten, zeigten die Vielzahl von Situationen auf, in denen man sich bei dem Thema sichere Logistik wiederfinden kann. Neben vielen wertvollen Tricks und Tipps wurden auch Teilaspekte, wie die Verpackung durch Folie oder Sicherung von Ladeeinheiten durch Zurrmethoden und die dazugehörigen Produkte genauer fokussiert. Wissenschaftler und Hersteller präsentierten die neusten Ergebnisse ihrer Forschung.

Wer kam zu Wort?
Neben dem Know-How des Berufsalltags, wurden neue technische Berechnungsansätze vorgestellt, wie von Dr. Kamil Klonecki von der TU Darmstadt oder von Prof. Marc Juwet von der KU Leuven in Belgien. Dr. Bernhard Haid, österreichischer Jurist, klärte über die juristischen Folgen bei Unfällen auf, die sich in Teilschuldigkeit von Verpacker, Verlader und Fahrzeugführer einer ganzen Transportkette, die eigentlich für die Ladungssicherheit verantwortlich ist, aufteilt. Dr. Dieter-Lebrecht Koch, der als Mitglied des Europäischen Parlaments leider nicht persönlich vor Ort sein konnte, beteiligte sich durch eine Video-Ansprache und informierte über die Ziele der EU-Kommission.
Firmen, wie EUROSAFE, FCE-ARRIMAGE, CRTL, SALTIGO, RUD, ASSECURE, ATLANTIC PACKAGING,WINDMÖLLER & HÖLSCHER, PETSCHL TRANSPORTE, VALUEING und  ITENE stellten sich vor, Vereinigungen und Bundesinstanzen wie die EUMOS, das Europäische PARLAMENT, die WKO, die POLIZEI der TÜV-NORD, PORT OF ROTTERDAM waren durch jeweilige Redner vertreten.

EUMOS Award 2017 auf „DOW- Magic Gala Dinner“ verliehen
Am Abend wurden alle Teilnehmer des Symposiums zu einem eleganten Galadinner ins Hotel Bristol in Wien eingeladen, das durch den Hauptsponsor Dow Chemical Ibérica (Spanien) ermöglicht wurde. Untermalt von traditioneller Wiener Schrammelmusik und einem ausgewogenen Menü, wurden die Preisträger des EUMOS-Awards 2017 gekürt, die sich im Besonderen durch ihre Initiative, ihr Engagement oder  ihren Forschungen dem Thema Ladungssicherung und sichere Logistik verdient gemacht haben. Geehrt wurden  Prof. Marc Juwet von der KU Leuven in Belgien, Alfred Lampen, pensionierter Polizeihauptkommisar aus Rastede in Deutschland, Antonio Manrique, von Dow Chemical Ibérica in Spanien und Dr. Kamil Klonecki, ehem. Prüfspezialist von der TU- Darmstadt in Hessen.

Vereinfachung, Transparenz, Nachhaltigkeit und Fairness!
Das Symposium rüttelte auf Verpackungsmöglichkeiten nicht mehr isoliert zum Thema Ladungssicherung zu betrachten. Die bisherigen Richtlinien sind zudem unzureichend und erfahren dazu  im jeweiligen nationalen Recht unterschiedliche Interpretationen.  Es müssen allgemein-gültigen Regelung gefunden werden, die durch Vereinfachung und Transparenz Verantwortlichkeiten klarer definieren und den gesamten Transportprozess optimieren und normieren! Gleichfalls gilt es im Verpackungs- und Verladungsprozess Nachhaltigkeit und Fairness zu erreichen und nicht zuletzt die Verlader und die LKW-Fahrer auf den Straßen über ihre Rechte und ihre Verantwortung besser aufzuklären! Sie müssen Möglichkeiten aufgezeigt bekommen, wie sie sich im Zweifel oder im Ernstfall verhalten können und dürfen! Dazu müssen sukzessiv auch die kleinen und mittelständigen Unternehmen in Europa in die Debatten mit einbezogen werden, denn sie betrifft die Umsetzung von neuen, verbesserten Richtlinien ebenso! Die politische Forderung nach einem allgemein gültigen, rechtlichem Rahmen stand neben der unabdingbar benötigten,  gezielter Aufklärung und Ausbildung derjenigen, die in der Praxis des Arbeitslebens betroffenen sind, klar im Fokus des Symposiums.

Fortschritt leben für weniger Verkehrstote
Nach zwei Tagen mit spannenden Fakten, interessanten Perspektiven, neugierigen Fragen, großartigen Erfindungen und Weiterentwicklungen, tollen Produkten und einem allseitigen Austausch von Know-How zwischen Praktikern und Theoretikern, zeigte sich, wieviel Bewegung in den letzten zwei Jahren die EUMOS im Bereich der Ladungssicherung hervor bringen konnte! Wolfgang Neumann rief die internationalen Gäste dazu auf, auch weiterhin im Austausch zu bleiben, um wenigstens einen Tag in Europa kein Verkehrsopfer mehr zählen zu müssen!  Nur wenn man miteinander diskutiert, kann effizienter Fortschritt gewährleistet werden, der die Traditionen keineswegs ungeachtet weg zu wischen, sondern diese vielmehr zu vereinheitlichen sucht. „Das Thema muss gelebt werden, wir alle müssen nach vorne sehen um uns gezielt weiter zu entwickeln“, sagt er am Ende und genau deswegen ist das Internationale Symposium der EUMOS auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg. Weitergehende Informationen erscheinen in den nächsten Monaten unter www.eumos.eu.